Sozialist Landuyt in Brügge vorne

Brügges langjähriger Bürgermeister Patrick Moenaert, ein Christdemokrat, ist bei dieser Kommunalwahl nicht mehr angetreten. Jetzt kämpften sein Nachfolger an der Spitze der CD&V, Dirk De fauw, und dessen Herausforderer, der Sozialist Renaat Landuyt (SP.A) um die Bürgermeisterschärpe. Der Sieg der SP.A war denkbar knapp.
Der Wahlsieger in Brügge: Renaat Landuyt (SP.A)

Die lange von der CD&V geführte westflämische Provinzhauptstadt Brügge steht vor einem Machtwechsel und erhält einen sozialistischen Bürgermeister, denn ex-Bundesminister Renaat Landuyt  steht nach allen ausgezählten Wahlbüros mit 26,8 % mit seiner SP.A als Wahlsieger da. Er ist in Sachen Vorzugsstimmen der populärste Politiker in Brügge und vereinigt 12.299 Stimmen auf sich alleine. Mitkonkurrent De fauw folgt hier auf Platz zwei mit knapp 10.000 Vorzugsstimmen.

Auch in Brügge könnte der rechtsradikale Vlaams Belang aus dem Rathaus verschwinden, denn die Stimmenverluste bringen die Partei an den Rand der Wahlhürde.

Die N-VA steht in Brügge vor einer Herausforderung, denn sie stellt die dritte Kraft und kann als Koalitionspartner wichtig werden, genau, wie die Grünen von Groen und die liberale Open VLD, die jeweils bei 10 oder 11 % stranden.
 

Und in der Provinz Westflandern?

In Kortrijk bleibt die CD&V von Bürgermeister Stefaan de Clerck und Ex-Premier Yves Leterme die stärkste Partei. Das bedeutete bis zum Ontagmorgen, dass der Angriff des liberalen Bundesministers Vincent Van Quickenborne (Open VLD) keinen Erfolf hatte. Aber, in den letzten Stunden deutet sich eine Koalition gegen die CD&V von Bgm. de Clerck an/

In den Kommunen Deerlijk, Waregem, Diksmuide und Wingene bleibt die CD&V ebenfalls die größte politische Formation, muss aber Federn lassen.

Auch in Westflandern schafft die nationaldemokratische N-VA den Durchbruch in vielen Rathäusern und holt hier und da ohne den ehemaligen Kartellpartner CD&V bis zu 20 % der Stimmen. In Izegem z.B., der Stadt von Landesinnenminister Geert Bourgeois, wird die N-VA die stärkste Partei und wird den Bürgermeister stellen.

Die Sozialisten der SP.A müssen in den meisten Städten und Gemeinden leichte Verluste hinnehmen und in Ostende, der Stadt von Bundesverbraucherschutzminister Johan Vande Lanotte, verliert sie die absolute Mehrheit.

Auch hier heißt der große Verlierer Vlaams Belang und die Grünen von Groen gewinnen fast überall hinzu. In Ostende kommen sie von einem Sitz auf jetzt vier Sitze.