Wahlergebnisse in der Übersicht

Die flämischen Nationalisten von der N-VA gehen als eindeutige Sieger der Kommunalwahlen in Flandern hervor und das fällt am meisten in Antwerpen auf, wo der Bürgermeister der flämischen Sozialisten (SP.A) Patrick Janssens den Kampf gegen den Parteiführer der N-VA, Bart De Wever verloren hat. Die N-VA holt dort knapp 38 Prozent der Stimmen.

Die Stadtliste aus flämischen Sozialisten SP.A und flämischen Christdemokraten CD&V vereinte knapp 29 Prozent der Stimmen hinter sich.

Die rechtsextreme Partei Vlaams Belang ist der große Verlierer in Antwerpen und im Rest von Flandern. Auf dem Land verteidigt die CD&V gut ihre Stellung. Und in den Städten hält auch die SP.A gut stand.

In Brüssel bleiben jede Menge Bürgermeister im Amt. Ecolo stellt einen ersten grünen Bürgermeister mit Olivier Deleuze in Watermaal-Bosvoorde. In Brüssel-Stadt bleibt Freddy Thielemans von den französischsprachigen Sozialisten PS Bürgermeister. In Molenbeek kann Philippe Moureaux - auch PS - eine neue Amtszeit antreten. In Schaarbeek schafft es Laurette Onkelinx nicht, den radikalfrankophonen FDF-Bürgermeister Clerfayt zu vertreiben. N-VA bricht durch und bekommt 6 Gewählte in 5 Gemeinden.

In Wallonien schneidet die PS in den traditionellen sozialistischen Hochburgen wie Lüttich und Charleroi gut ab. In Mons, der Stadt von Elio di Rupo, holt sie die absolute Mehrheit. Die PS verliert allerdings in der wallonischen Hauptstadt Namur. Dort wird die französischsprachige Christdemokratische Partei CDH die größte Partei. Die wallonischen Liberalen haben das Nachsehen in Charleroi und Lüttich, aber schneiden in anderen Städten und Gemeinden gut ab. Die Grünen Ecolo holen in Wallonien vier Bürgermeister. Das ist eine Verdopplung.