Fünftes Todesopfer nach Unfall in Jordanien

Nach dem tragischen Unfall mit einem Urlauberbus in Jordanien ist am Dienstag eine weitere Person aus Belgien gestorben. Ein 69jähriger Mann erlag in einem jordanischen Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Die Autobahn bei Karak in Jordanien

Beim Unfall mit einem Reisebus in Karak in Jordanien waren am Samstag vier Urlauber aus Belgien ums Leben gekommen. Am Dienstag erlag ein 69jähriger Mann aus Belgien in einem jordanischen Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie die belgische Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman meldete.

Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer dieses Unfalls auf fünf: drei Frauen und zwei Männer mit belgischer Nationalität. Bei dem Unfall am Samstag waren 16 Belgier und zwei Luxemburger betroffen und auch drei Personen aus Jordanien.

Jordaniens Premier besucht belgische Unfallopfer

Jordaniens Premierminister Abdallah Nsour (Foto) und der Tourismusminister des Landes haben die in einem Krankenhaus liegenden Opfer des Unfalls mit einem Reisebus besucht. Am vergangenen Samstag waren vier Belgier bei einem Unfall in Karak ums Leben gekommen. Mehrere weitere Personen wurden dabei verletzt.

Der jordanische Regierungschef und der Tourismusminister des Landes haben die im Al Husseini-Krankenhaus von Amman liegenden Unfallopfer des Busunglücks in Karak besucht. Premier Nsour wurde vom belgischen Botschafter in Jordanien begleitet und konnte so mit den Verletzten sprechen. Nsout richtete im Namen seiner Regierung auch sein Beileid an die Angehörigen der vier bei dem Unfall ums Leben gekommenen Belgier.

Gleichzeitig besuchte Jordaniens Verkehrsminister Alaa Al-Batayneh die verletzten Belgier, die im Krankenhaus von Karak liegen. Der tragische Unfall fand in der Nähe von Karak statt. Al-Batayneh gab im jordanischen Staatssender zu verstehen, dass der Unfallverursacher, der auf einem Anhänger an seinem Wagen ein weiteres Fahrzeug transportierte, die Schuld an dem Unfall trage. Dieser habe die Verkehrsregeln nicht beachtet. Nach Medienangaben befindet sich der mutmaßliche Unfallverursacher in Untersuchungshaft.

Das jordanische Straßennetz hat keinen besonders guten Ruf. Statistiken zufolge sollen in den vergangenen 10 Jahren bei Verkehrsunfällen in Jordanien mehr als 7.000 Menschen ums Leben gekommen sein und etwa 175.000 wurden dabei verletzt.