Niederländisch kann man üben

Niederländisch lernt man am besten, indem man übt und dazu braucht es ausreichend Gelegenheit, zum Beispiel auf der Straße, in Geschäften, am Arbeitsplatz oder im Sportverein. Davon ist der flämische Minister für Einbürgerung, Geert Bourgeois (Foto), überzeugt und bewilligt Subventionen, um Ausländern und Anderssprachigen Übungsmöglichkeiten für Niederländisch anzubieten.

“Die Sprache ist eine wichtige Tür - ein Zugang zur Arbeit, zum Unterricht, zur Freizeit, zur Mitsprache in der Politik und der Zugang zur Gesellschaft und zu gesellschaftlichen Aktivitäten. Wenn sich die Menschen untereinander verstehen, kommunizieren sie und haben Veständnis füreinander. So verbindet uns die Sprache”, betont Geert Bourgeois in einem Pressebericht.

Er stellt deshalb 31 Organisationen Subventionen für Projekte bereit, die Anderssprachigen Möglichkeiten zum Niederländisch üben anbieten.

Für den Projektaufruf Managers van Diversiteit 2012, der sich an Organisationen, Unternehmen und Verwaltungen in ganz Flandern richtet, die an einer Gesellschaft mitarbeiten, die positiv mit den Folgen der Migration umgehen, hat der Minister für Einbürgerung 750.000 Euro an Projektgeldern zur Verfügung gestellt. Sie sind für 27 Projekte gedacht. Die Summe ist einmalig um 86.000 Euro für eine zusätzliche Anregung von 4 Projekten in den flämischen Gemeinden um Brüssel herum aufgestockt worden.

Ziel ist, die Menschen aktiv in unsere Gesellschaft einzubeziehen, in dem man ihnen hilft, Niederländisch zu üben. Übungsmöglichkeiten gebe es überall, zum Beispiel in einer Bibliothek, einem Schwimmbad oder in einem Sportverein, einem Kulturzentrum oder in der Schule, heißt es im Pressebericht.

Die eingereichten Projekte seien sehr verschieden. Es handele sich um Schulen, die Kursteilnehmer an niederländischsprachige Medien weiterleiteten, Sportvereine, die Debatten mit anderssprachigen Eltern während des Wettkampfes ihres Kindes führten, einem einwöchigen Intensiv-Sprachkurs für Jugendliche oder Händler vor Ort, die sich zu Übungszwecken für Niederländisch anböten. Soziale Kontake würden sich oft vor Ort ergeben, heißt es noch.

2010 stand übrigens das Thema "Immigrationsehen" im Mittelpunkt, letztes Jahr war es das Thema "sich gemeinsam einleben" und in diesem Jahr ist also eine "gute Kenntnis der niederländischen Sprache" an der Reihe.