Webstuhlhersteller Picanol sucht Personal

Picanol, ein Hersteller von Webstühlen in Ypern, ist auf der Suche nach zusätzlichem Personal. Im Laufe des Jahres hat das Unternehmen bereits 125 Arbeitnehmer angeworben und ist damit eine Ausnahme in der aktuellen Entlassungswelle in Belgien.

Picanol konnte im dritten Quartal des Jahres eine Umsatzsteigerung von 19 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr realisieren. Offenbar bleibt die Nachfrage nach hochwertigen Webmaschinen von Picanol sehr hoch.

Aus diesem Grunde baue das Unternehmen auf Flexibilität, um Produktionsanstiege auffangen zu können, hieß es bei Picanol. Dort hat man gerade neue Webstuhl-Modelle auf den Markt gebracht und im Bereich Export profitiere man von den günstigen Euro-Kursen.

Neben den in diesem Jahr schon 125 angeworbenen neuen Mitarbeitern sucht Picanol noch 30 weitere Personalmitglieder - Monteure und Logistikmitarbeiter. Doch auch in einigen technischen Bereichen sind Stellen zu besetzen. In verschiedenen Bereichen werden zudem Zeitarbeitskräfte eingesetzt.

2009 war die Lage bei Picanol allerdings eher als ernst zu betrachten, denn damals musste das Unternehmen 115 Arbeitsplätze streichen. Doch jetzt scheint sich das Blatt nachhaltig gewendet zu haben.

Andernorts weitere Entlassungen

Die Schweizer Bank UBS kündigte an, weltweit 10.000 Stellen zu streichen. Die Bank unterhält in Belgien an den Standorten Brüssel, Antwerpen und Gent Filialen. Ob diese Standorte von der Entlassungswelle bei UBS ebenfalls betroffen sind, ist noch unklar.

Technologie-Dienstleister Imtech entlasst 900 seiner insgesamt 29.000 Mitarbeiter. Imtech ist vor allem in den Benelux-Ländern und in Spanien aktiv, wo auch die meisten Stellen abgebaut werden. Alleine in Belgien arbeiten 1.200 Menschen für das Unternehmen. Von Gewerkschaftsseite hieß es dazu allerdings, dass die Entlassungen in Belgien auf eine kleine Anzahl Mitarbeiter begrenzt werde.

An Standort Namür des Lebensmittelkonzerns Kraft Foods sind 66 der insgesamt 500 Arbeitsplätze bedroht. Kraft Foods in Namür stellt in erster Linie Streichkäse für den Markt in England, Spanien und Italien her, doch hier sinke der Absatz durch die Krise, so der Konzern.