1.800 Belgier wollen Namensänderung

Im vergangenen Jahr haben 1.797 Landsleute bei der föderalen Justizverwaltung einen Antrag auf Änderung ihres Vor- oder Nachnamens gestellt. Dabei handelt es sich z.B. um Einwanderer, die ihren Namen "belgisieren" wollen oder um Personen, deren Namen lächerlich oder "Unpersonen" zu ähnlich klingt.

Bei der Bundesverwaltung für Justiz heißt es dazu: "Eine Veränderung des Namens ist nur in außergewöhnlichen Fällen möglich. Wer seinen Namen verändern will, der muss eine objektive Begründung dafür vorlegen.“

Viele Anträge erfolgen nach familiären Vorfällen oder nach einer Veränderung der Familiensituation, die von Fall zu Fall dramatisch sein kann: Scheidungen, Sittenvergehen, Gewalt und anderes. Manchmal sind Einwanderer der Ansicht, ihren Namen aus "praktischen oder administrativen“ Gründen ändern zu müssen oder auch, um "sozialen Problemen“ zu entgehen.

Die belgische Justiz begutachtet jeden Fall einzeln. Wird einem solchen Antrag stattgegeben, dann kostet eine Namensänderung eine Verwaltungsgebühr von 49 €. Einen Vornahmen zu ändern kostet dann wieder 490 €. In bestimmten Fällen, wenn zum Beispiel die Eltern einem Kind einen lächerlich anmutenden Vornamen gegeben haben, dann kann diese Gebühr aber teils erheblich gesenkt werden.

Über die Zahl der stattgegebenen Anträge möchte die Justizverwaltung aber keine Angaben geben.