Krimipreis für VRT-Journalist Van Dievel

Am Eröffnungstag der Antwerpener Buchmesse ist der VRT-Kolumnist Louis Van Dievel (Foto) mit dem "Hercule Poirot-Preis" ausgezeichnet worden. Sein Roman "Schwurgericht" überzeugte die Jury und Bestsellerautor Philip Kerr überreichte den mit 5.000 € dotierten Preis.

Louis Van Dievel ist ein viel beschäftigter Journalist, Kolumnist und Autor und ist derzeit für die VRT-Onlineredaktion tätig. Als Autor ist er für seine "Faction“-Romane bekannt, Bücher, in denen er Geschichten von Menschen am unteren Ende der Gesellschaft erzählt. Dass er mit einem solchen Buch den "Hercule Poirot-Preis“ bekommt, den das flämische Wochenmagazin Knack sponsert, hat unseren Kollegen dann doch überrascht.

Nach Ansicht der Jury überzeugt Van Dievel mit seinem "ungesunden und verschmitzten Interesse für die Kulissen eines Schwurgerichts und des Justizapparates, wobei er Porträts aus der Welt von Bosch schafft.“

"Schwurgericht“, im Original „Hof van Assisen“, berichtet von einem Prozess gegen einen Drogenhändler und ehemaligen Radprofi, der des Mordes beschuldigt wird. "Slapstick und harsche Kritik, punktgenaue Charakterisierung und ein Mosaik aus verschiedenen Standpunkten bestärken eine oft vergnügliche Beschreibung eines Prozesses“, so die Jury des "Hercule Poirot-Preises“ in ihrer Urteilsbegründung.

Van Dievel setzte sich gegen eine Reihe von weiteren Nominierten durch, zu denen auch Krimi-Bestsellerautor Pieter Aspe und der Schriftsteller Luc Deflo gehörten. Pieter Aspe wurde dabei für sein Buch "Eiland - Insel" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Die Antwerpener Buchmesse in den Antwerp Expo-Messehallen dauert noch bis zum 11. November. Fast alle niederländisch-sprachigen Autoren von Rang und Namen in Flandern und in den Niederlanden geben sich dort ein Stelldichein. Dutzende Signierstunden werden vom lesefreudigen Publikum gerne besucht.