Höchststrafe für Antwerpener Serienvergewaltiger

Der Mann, der in Antwerpen 10 Frauen beraubt und 5 von ihnen brutal missbraucht hat, ist zu einer Höchststrafe von 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Der 24-jährige Mann hatte die Taten im Frühjahr dieses Jahres in Mortsel, Antwerpen und Zwijndrecht begangen. Anfang Mai wurde er verhaftet und gestand die Taten. Der Richter hat ihn nun zur Höchststrafe verurteilt.

Der Mann bekommt 15 Jahre Gefängnis und muss sich außerdem zehn Jahre lang dem Strafvollstreckungsgericht zur Verfügung halten. Er muss den 9 Frauen, die als Nebenkläger auftraten, einen Schadensersatz in Höhe von 25.000 Euro bezahlen.

Er hatte sich an wehrlosen Opfern wie einer 77-jährigen Dame, einer Frau mit Krücken und zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren vergriffen, die sich in keinster Weise hätten wehren können, heißt es.

Der Täter hat erklärt, dass er die Taten aus Geldnot begangen habe. Wie er selbst zugegeben hat, habe er die Hälfte seiner Opfer auch vergewaltigt. Er habe dies getan, weil seine von ihm schwangere Freundin, mit ihm Schluss gemacht hätte.

Aus dem psychiatrischen Gutachten geht hervor, dass der Mann eine asoziale Persönlichkeit mit psychopatischen Zügen sei. Er könne sich nicht in andere hineinfühlen, erscheine als ein braver Junge und schiebe jegliche Schuld von sich, so die Psychiater.

Sie traut sich abends immer noch nicht auf die Straße

Für die Opfer sei der Urteilsspruch ein deutliches Signal. Sie seien erleichtert, dass sich der Täter in den nächsten 25 Jahren keine neuen Opfer mehr suchen könne, so der Anwalt der minderjährigen Mädchen, Walter Damen.

Das Urteil, so ein Opfer, sei aber nur ein Teil des Verarbeitungsprozesses und ihr Problem damit noch nicht gelöst. Sie traue sich nämlich abends noch immer nicht auf die Straße.