Verarmt unsere junge Generation?

Erstmals in der Geschichte läuft die Jugend größere Gefahr zu verarmen als ältere Menschen. Das geht aus einer Studie des ehemaligen sozialistischen Ministers Frank Vandenbroucke (Foto) hervor.

Während die ältere Generation langsam ihr Einkommen steigen sieht, wird die jüngere Generation stets mehr mit einer immer größer werdenden Gefährdung ihrer Existenzgrundlage konfrontiert.

Das ist eine Feststellung, die der ehemalige SP.A-Minister Professor Frank Vandenbroucke in seinem Papier The Active Welfare State Revisited macht.

"Es ist ein langfristiger Trend, der stets stärker wird", so Vandenbroucke. 2005 lag das durchschnittliche Armutsrisiko bei über 65-Jährigen in unserem Land bei 23,2 Prozent. Der Anteil ist inzwischen auf 20,2 Prozent zurückgegangen. Umgekehrt stieg  die Tendenz bei Unter-18-Jährigen über den gleichen Zeitraum von 15,3 Prozent auf 18,7 Prozent an.

Vor allem sei das Armutsrisiko unter jungen Familien, in denen niemand arbeitet, am höchsten in Europa. Das sei zugleich seltsam, weil wir in unserem Land sehr viel an Arbeitslosengeld ausgeben würden, heißt es in dem Papier von Vandenbroucke noch.