Konzerte vor Ford Genk-Toren abgesagt

Kontrolleure von Sabam drohen den Gewerkschaften von Ford Genk mit einer teuren Rechnung, falls die geplanten Musikauftritte vor den Toren von Ford Genk tatsächlich statt finden. Die Konzerte wurden deshalb vorläufig abgesagt.

Verschiedene Musikgruppen hatten sich aus Solidarität und um die Mitarbeiter von Ford Genk, die die Tore des Werks blockieren, zu ermutigen, bereit erklärt, in dieser Woche kostenlos dort aufzutreten.

Insgesamt standen ein Dutzend Konzerte auf dem Programm. Am Sonntagabend um 20 Uhr sollte Jaded den Auftakt machen. Die gesamte Konzertreihe ist jedoch vorerst abgeblasen worden, weil die belgische Autorenvereinigung Sabam den Gewerkschaften eine teure Rechnung präsentieren will, falls die Auftritte statt finden.

Mitarbeitern am Eingang des Werks zufolge hätten die Kontrolleure vor Ort von Kosten in Höhe von rund 15.000 Euro gesprochen.

"Es ist eine Schande, dass Sabam Geld auf dem Rücken der Menschen verdienen will, die es jetzt schon so schwer haben", so ein Gewerkschafter. "Die sind echt nicht von dieser Welt. Die Musikgruppen treten allesamt gratis auf. Sie wollen wenigstens etwas für uns tun. Wir versuchen nun doch mit Sabam zu einem Kompromiss zu kommen, aber vorerst sind alle Auftritte abgesagt. Auch der große TV-Schirm, auf dem Fußballspiele zu sehen sind, wird abgebaut. Auch das sei gegen die Vorschriften. Echt traurig."