Superschnelles mobiles Internet in Belgien

Belgacom-Kunden können künftig in acht belgischen Städten ein superschnellens mobiles Internet über die so genannte G4-Technologie nutzen. Sie müssen allerdings mindestens 149 Euro in diese Technologie investieren. Das wurde am Montag im Rahmen einer Präsentation des kommerziellen G4-Angebotes von Belgacom und seiner Handy-Marke Proximus bekannt gegeben.

Mit der 4G-Technologie können Nutzer viel schneller mobil surfen als das bislang möglich war, so dass Nutzer "unterwegs mit ihrem Smartphone, Laptop oder Tablet eine vergleichsweise gute Verbindung haben wie bei einer Internetverbindung mit Festnetz", so Belgacom. Das Unternehmen spricht von durchschnittlichen Downloadgeschwindigkeiten, die bis zu zehn Mal höher sind als bei 3G.

"Die 4G-Technologie ermöglicht vollständige Konvergenz", fügte Bart Van Den Meersche, Chef der Unternehmenssektion von Belgacom hinzu, "wobei Kunden zu jeder Zeit und mit gleich welchem Apparat jeden Service, alle Anwendungen und  alle möglichen Inhalte abrufen können".

Belgacom ist der erste Operator, der in Belgien ein kommerzielles 4G-Angebot einführt. Kunden mit einem Vertrag, in dem ein "umfrangreiches mobiles Internetvolumen" aufgenommen ist, haben automatisch Zugang zum 4G-Netz. Andere können bestimmte Optionen aktivieren.

"Um effektiv die 4G-Technologie nutzen zu können, müssen alle Kunden einen 4G-Apparat kaufen", erklärt Dominique Leroy, Chef der Verbraucherabteilung. Das kann ein USB-Modem sein, der 149 Euro (für Laptops oder PCs) kostet oder ein Wifi-Apparat, mit dem fünf Geräte verbunden werden können (199 Euro). Auch ein 4G-Smartphone ist eine Möglichkeit; Belgacom bietet derzeit allein den Samsung Galaxy S3 4G für netto 599 Euro an. Mit weiteren 4G-Smartphones wird Anfang nächsten Jahres gerechnet.

Mit Apple-Geräten, die 4G unterstützen (wie iPhone 5 und iPad mini), kann man derzeit  noch nicht auf das 4G-Netz von Belgacom. "Dafür muss Apple noch das 4G-Netz aktivieren", war am Montag zu hören.

Das 4G-Netz steht derzeit in den Städten Antwerpen, Mons, Gent, Hasselt, Löwen, Lüttich, Namur und Wavre zur Verfügung und in dem Industriepark von Haasrode. In 2 bis 3 Jahren will man das Netz belgienweit ausbreiten. Brüssel sei (noch) nicht an der Reihe, weil die Strahlennormen in der Hauptstadt viel strenger als woanders seien. Hier werde nach einer Lösung für das Problem gesucht.

Vor etwa einem Jahr hatten vier Spieler auf dem Markt eine Lizenz für 4G gekauft. Das waren neben Belgacom auch Mobistar und KPN (Base) sowie die mysteriöse BUCD. Letztlich stellte sich heraus, dass die chinesische Datang hinter dem letzten Angebot steckte.