Bischof Jousten bietet Papst Rücktritt an

Der Bischof von Lüttich, der deutschsprachige Belgier Aloys Jousten, hat Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt aus Altersgründen angeboten. Jousten ist am 2. November 75 Jahre alt geworden, ein Alter, in dem Bischöfe üblicherweise ihren Rücktritt anbieten.

Wie die deutschsprachige Tageszeitung Grenzecho in ihrer Mittwochsausgabe meldet, hat der Lütticher Bischof Aloys Jousten bereits sein Rücktrittsangebot bei Papst Benedikt XVI. eingereicht. Der deutschsprachige Geistliche aus Ostbelgien übt seit 2001 das Amt des Bischofs von Lüttich aus. Ende der vergangenen Woche, am 2. November, feierte der Geistliche seinen 75. Geburtstag, ein Alter, in dem es üblich ist, dass Bischöfe ihren Rücktritt anbieten.

Der Papst wird jetzt über das Gesuch entscheiden. Dieser Vorgang kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Der ostbelgische Geistliche hatte als Bischof von Lüttich im letzten Jahr noch sein zehnjähriges Dienstjubiläum gefeiert.

Jousten, der ganz besonders sein Augenmerk auf den sozialen Bereich in der Gesellschaft legt, hatte sich zum Beispiel mit den Arbeitern des Stahlkonzerns ArcelorMittal in Lüttich solidarisiert, als diese vom baldigen Herunterfahren ihrer Hochöfen und von der drohenden Schließung der Kaltwalz-Abteilung erfuhren. Nach zwei aufsehenerregenden Fällen in Lüttich verurteilte der Bischof jede Form von Gewalt gegen Homosexuelle und nicht zuletzt sprach er sich gegen die Ausweisung von illegalen Einwanderern aus.

Bischof Jousten gab in seinem Bericht zum Zustand seiner Diözese Papst Benedikt XVI. das gewünschte Profil für einen Nachfolgers vor. Außerdem fügte er dem Bericht eine Liste von drei potentiellen Kandidaten für seine Nachfolge an.