EU-Kommission: 0,7 % Wachstum für Belgien

Nach Ansicht von EU-Währungskommissar Olli Rehn muss die belgische Bundesregierung zum Erreichen der Haushaltsvorgaben nicht unbedingt zusätzliche 600 Millionen € einsparen. Europa errechnete für unser Land ein Wachstum von 0,7 %.
Entspannung an der Haushaltsfront?

Zu Beginn der Haushaltsberatungen für das Jahr 2013 war die belgische Bundesregierung von einem Wachstum um 0,7 % ausgegangen, doch im Laufe der vergangenen Tage korrigierte der Internationale Währungsfonds die Wachstumsprognose für unser Land auf höchstens 0,3 %.

Das hätte bedeutet, dass die belgische Regierung deutlich mehr Einsparmöglichkeiten suchen müsste, als eigentlich eingeplant. Die Nachricht von Seiten der EU-Kommission, dass unser Land doch von 0,7 % Wachstum ausgehen könne, wirkt denn auch beruhigend. In Regierungskreisen suchte man bereits emsig nach weiteren Einsparmöglichkeiten in Höhe von mindestens 600 Millionen € und das ausgerechnet bei nur sehr wenig Konsensbereitschaft zwischen den Koalitionspartnern.

EU-Währungskommissar Olli Rehn (kleines Foto) bestätigte die Entspannung an der Einsparfront in dem er am Mittwoch angab, dass Belgien keine zusätzlichen Anstrengungen unternehmen müsse, um die Haushaltsziele zu erreichen. Rehn lobte gar die belgische Sparpolitik im Zuge der Haushaltsberatungen und ermutigte die Koalition, auf diesem Wege weiterzumachen: "Ich kann Belgien nur dazu ermutigen, auf diesem Wege fortzufahren. Es ist eine smarte und vorsichtige Art der Konsolidierung, die den öffentlichen Finanzen zu einer soliden Basis verhelfen wird.“