Flämischer Aufbauplan für Limburg

Die flämische Regierung arbeitet an einem Aufbauplan zur Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Schließung von Ford Genk. Ein Team aus 12 Experten hat den Auftrag, bis Anfang nächsten Jahres einen strategischen Plan zu erarbeiten.

Die Schließung von Ford Genk wird Schätzungen zufolge 10.000 Menschen in die Arbeitslosigkeit drängen. Nach der Ankündigung der Schließung wurden mehrere Maßnahmen und Initiativen genommen und Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Diskussion führte auch zu einer Überlegung eines neuen Limburgplans.

Die flämische Regierung hat nun entschieden, einen neuen Aufbauplan für Limburg zu erarbeiten. Der Plan wird auf den Namen "Strategisch Actieplan voor Limburg in het Kwadraat" getauft und er soll vor allem helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Schließung von Ford Genk abzufedern. "Mit dem Plan wollen wir der erwarteten hohen Arbeitslosigkeit in Limburg entgegenwirken", sagt der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (großes Foto).

Ein Team aus 12 Experten unter der Leitung von Professor Emeritus Herman Daems (kleines Foto) erhält den Auftrag, bis Januar 2013 einen Plan zu erstellen. Der Plan wird dann der flämischen Regierung vorgelegt, die ihn in Zusammenarbeit mit der bereits existierenden task force weiter konkretisieren soll.

Die flämische Regierung hat den Gewerkschaften von Ford Genk den Plan genauer erläutert. ABVV-Gewerkschafter Rohnny Champagne ist enttäuscht. "Die Sitzung hat wenig gebracht. Eine Gruppe von Weisen soll einen neuen Wiederbelebungsplan für die Wirtschaft in Limburg ausarbeiten. Ich weiß, dass das jedoch wieder nur eine Quasselbude wird". ACV-Gewerkschafter Luc Prenen will zunächst abwarten, was genau in dem Plan steht.