Bankkunden häufig Opfer von "Phishing"

Die Staatsanwaltschaften in Belgien wollen in Sachen Computerkriminalität an einem Strang ziehen. In der letzten Zeit häufen sich Fälle von so genanntem "Phishing", Datenklau und Missbrauch von Passwörtern, mit dem Bankkunden betrogen werden.

Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel bringt am kommenden Montag Vertreter der verschiedenen Staatsanwaltschaften aus dem ganzen Land an einen Tisch, um gemeinsam einen Aktionsplan gegen Computerkriminalität im Allgemeinen und gegen „Phishing“ im Besonderen vorzugehen.

In der letzten Zeit sind alleine im belgischen Bundesland Flandern über 100 Kunden verschiedener Finanzinstitute über "Phishing“-Attacken um Geld betrogen worden.

Dabei haben Kriminelle und Betrüger gefälschte Internetseiten, fingierte Emails und sogar Telefonate dazu genutzt, um an Passwörter von unbedarften Bürgern zu gelangen, wie Bundesstaatsanwalt Johan Demulle gegenüber der Wirtschaftszeitung De Tijd erklärte.

Justizsprecher Eric Van der Sypt gab gegenüber der VRT-Nachrichtenagentur an, dass bereits entsprechende Ermittlungen in Antwerpen, Mechelen und Oudenaarde laufen. Diese und weitere Ermittlungen sollen in Zukunft über die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel koordiniert werden.

"Klicken sie bitte hier…"

Viele Zeitgenossen, auch wir hier, erhalten seltsame Emails, die mutmaßlich von ihrer eigenen Bank kommen. Das Sekretariat VRT-Nachrichtenredaktion erhielt noch am Samstagmorgen elektronische Post, die angeblich von unserer Hausbank kam.

Der Text der Email lautete wir folgt: „Unlängst haben wir festgestellt, dass ihr ING-Account möglicherweise von einer nicht autorisierten dritten Person genutzt wurde. Um Zugang zu ihrem Konto zu erhalten, klicken sie bitte hier...“