Zahl der Verkehrstoten wieder angestiegen

Zum ersten Mal seit 12 Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten in Belgien wieder angestiegen. Im vergangenen Jahr starben in unserem Land 858 Menschen bei Verkehrsunfällen, 17 mehr als 2010. Schuld daran trägt offenbar das Fahrverhalten der Automobilisten heute.

Seit dem Jahr 2000 war die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr in Belgien jährlich deutlich zurückgegangen. Damals kamen nicht weniger als 1.470 Personen im hiesigen Straßenverkehr um.

Fachleute sind der Ansicht, dass die sinkenden Zahlen von Unfällen mit Todesopfern zum einen an den heute immer sicher werdenden Autos lagen und zum anderen an der Verbesserung der Infrastruktur im belgischen Straßennetz, in das in den letzten 10 Jahren hohe Finanzmittel geflossen waren.

Dass die Zahl der Verkehrstoten seit dem vergangenen Jahr wieder leicht angestiegen ist, ist lauf Verkehrsexperten einzig und alleine auf das Fahrverhalten der heutigen Autofahrer in Belgien zurückzuführen. Auch an diesem Wochenende starben wieder. Am späten Freitagabend kamen zwei betagte Personen ums Leben, als sie mit ihrem Auto die Gleise der Küstentram in Knokke überquerten, als eine Bahn herannahte und am frühen Sonntagmorgen starb in Gistel (Provinz Westflandern) eine junge Frau auf dem Beifahrersitz eines Autos, das mit hoher Geschwindigkeit aus einer Kurve geriet und gegen einen Baum geschleudert wurde.

In der Nacht zum Sonntag wurden bei Verkehrsunfällen alleine im belgischen Bundesland Flandern auch wieder 10 Personen verletzt, einige davon schwer.