Haushalt 2013: Was bedeutet das für Ihre Geldbörse?

Die Regierungsspitze hat nach einer 17-stündigen Sitzung endlich den Haushalt für 2013 abgerundet. Der französischsprachige liberale Haushaltsminister Olivier Chastel hat einige konkrete Maßnahmen aufgelistet. So steigt die Verbrauchsteuer auf Tabak und Alkohol. Ein Päckchen Zigaretten wird rund 20 Cent teurer und die Löhne werden eingefroren. Die Indexierung bleibt zwar bestehen, aber in abgeänderter Form.

Haushaltminister Olivier Chastel hat am Dienstagmorgen im französischsprachigen Privatradio Bel RTL gesagt, dass die Verbrauchsteuer auf Tabak und Alkohol ansteigen werde. Eine Packung Zigaretten wird 20 Cent teurer.

Außerdem werde eine Steuer auf Gewinne von Holdings eingeführt. Das soll 95 Millionen Euro einbringen. Daneben kann der fiktive Zinsabzug, also der Abzug für Risikokapital, angegangen werden. Das soll 256 Millionen Euro ausmachen, sagt Chastel.

Löhne werden eingefroren, Indexkurve angepasst

In den nächsten beiden Jahren werden die Löhne eingefroren. Es wird also keine Gehaltserhöhung mehr geben. "Das bedeutet nicht, dass die Löhne überhaupt nicht mehr steigen", betont Chastel. Die Löhne würden zum Beispiel an Hand der Inflation steigen.

Das System der Indexierung, also das System der Lohnanpassungen an die Preisentwicklung, bleibt zwar bestehen, aber in abgeänderter Form. Der Warenkorb, der als Berechnungsgrundlage dient, wird künftig mit günstigeren Produkten gefüllt, so dass Löhne und Gehälter an Hand des Indexes weniger schnell ansteigen.

1,4 Milliarden Euro an Einsparungen

Chastel nennt auch Zahlen.

Bei den Ausgaben des Verwaltungsapparates und bei Staatsbetrieben würden 674 Millionen Euro eingespart und es würden 700 Millionen Euro bei der sozialen Sicherheit (vor allem bei der Krankenversicherung, Red.!) gespart. Bei allen Regierungsämtern werde also gespart, betont Chastel. "So haben wir 1,4 Milliarden Euro gespart. Wir vervollständigen die Haushaltsberechnungen mit steuerlichen und anderen Maßnahmen."

Insgesamt hat die Regierung 3,7 Milliarden Euro gefunden und genügt damit den Vorschriften Europas, das ein Defizit von höchstens 2,15 Prozent auferlegt hat.