Kongo-Konflikt: "Belgien muss reagieren"

Die Reaktion von sowohl Europa als auch Belgien auf die Krisensituation in Ostkongo sei laut des Dachverbandes für Hilfsorganisationen 11.11.11 "äußerst schwach". 11.11.11 ruft Belgien nochmals auf, konrete Aktionen zu unternehmen.

"Belgien verkroch sich bislang hinter der Möglichkeit, einen europäischen Standpunkt zu vertreten, aber auch nach dem Außenministerrat vom Montag sehen wir wenig konkrete Initiativen", betont die Organisation.

Der Dachverband weist daraufhin, dass sich Europa noch immer weigere, das Übel beim Namen zu nennen in dem Konflikt. Obwohl ein UN-Bericht letzte Woche feststellte, dass Ruanda und Uganda effektiv die Rebellenbewegung M23 unterstützten, würden die beiden Länder in der Schlussfolgerung der Ratssitzung kaum kritisiert.

Außenminister Didier Reynders strich letzte Woche bereits die Militärhilfen für Ruanda, "aber er verurteilt nirgends explizit die Unterstützung der Rebellenbewegung durch Ruanda und Uganda. An diesem Wochenende hatte er in einerm Pressebericht Ruanda lediglich aufgerufen, 'seinen Einfluss zu nutzen, um einen Beitrag zum schnellen Ende des Konflikts zu leisten.'"

11.11.11 zufolge bedürfe es nun konkreter Aktionen. Unser Land kann unter anderem die Suspension militärischer Hilfen verlängern, die Unterstützung der Rebellen durch Ruanda und Uganda explizit verurteilen und die französische Resolution beim UNO-Sicherheitsrat stützen, um M23 zu verurteilen. 11.11.11 bittet  Belgien, mit der EU zusammenzuarbeiten, um "die schwammigen Abschnitte in ihrer Schlussfolgerung zu konkretisieren und umzusetzen."