Ford Genk lässt die Verbraucher schrecken

Die Verbraucher in Belgien sehen eine wirtschaftlich düstere Zeit voraus und die angekündigte Schließung des Ford-Werks im limburgischen Genk mit dem Verlust von direkt und indirekt bis zu 10.000 Arbeitsplätzen beeinträchtigt deren Konsumverhalten, die die Nationalbank erkennt.

Die belgische Nationalbank bewertet monatlich das Konsumverhalten der Verbraucher und stellte fest, dass das Vertrauen in die Wirtschaft im Monat November auf den niedrigsten Stand seit März 2008 gesunken ist.

Die Nationalbank hat herausgefunden, dass die Schließung von Ford in Genk das Konsumverhalten in Belgien quasi direkt beeinflusst hat. Ein zurückhaltendes Kaufverhalten war stets die Folge von wirtschaftlichen Ereignissen: Entlassungswellen, die Kredit- und Immobilienkrise, Konkurse und anderes mehr.

Eigentlich überrascht es nicht, dass sich ein pessimistisches Konsumverhalten zeigt, wenn im eigenen Land tausende Jobs in Gefahr sind. Doch dieser Pessimismus umfasst die Wirtschaft im Allgemeinen, so die Nationalbank in ihrem jüngsten Bericht zum Konsumverhalten.

Die Nationalbank berechnet ihre Umfragen auf Basis eines einheitlichen Befragungssystems der Europäischen Union und befragt dabei jedes Mal 1.600 Landsleute per Telefon.