Premier blickt optimistisch in Zukunft

Premier Elio Di Rupo hat am Mittwochabend in der VRT seinen Haushalt für 2013 verteidigt. Er widersprach der Kritik, dass es seiner Regierung an einer langfristigen Vision fehle. Er blicke optimistisch in die Zukunft, so Di Rupo noch.

"Was zählt ist das Ergebnis", betonte der Premier. Und das Ergebnis, nämlich die erzielte Einigung zum Haushalt 2013, sei gut für Flandern, Brüssel und Wallonien. Er räumte ein, dass sich die Haushaltsverhandlungen lange hingezogen hätten: "Vier Wochen sind eine lange Zeit, aber das Ergebnis ist da."

Der belgische Premier bestritt, dass es seiner Regierung an einer langfristigen Vision fehle. "Es ist das erste Mal, dass eine Regierung entschieden hat, die Lohnkluft abzubauen. Das ist eine langfristige Politik." Der Premier wies in diesem Punkt auf die Löhne hin, die in den nächsten zwei Jahren nicht mehr ansteigen werden. Es findet lediglich eine Indexierung in abgeänderter Form statt.

Er wies auch die Kritik zurück, dass er nicht der Premier aller Belgier sei. Diese Kritik bekommt er vor allem aus der flämischen Ecke immer wieder zu hören. "Wir tun unser bestes. Wir haben Brüssel-Halle-Vilvoorde gespaltet, wir haben den Haushalt saniert - 18 Milliarden in 11 Monaten - und wir unterstützen die Unternehmen." Der harschen Kritik einiger Unternehmer, die dem Premier Marxismuspraktiken vorwerfen, widersprach Di Rupo.

"Obama wurde auch schon als Marxist bezeichnet. Das macht mir nichts aus."

"Heute gilt Belgien als Vorbild für Europa. Das ist doch etwas", sagte der Premier. "Es gibt immer Menschen die kritisieren, aber nie eine Lösung vorlegen", findet der Premier. "Ich blicke optimistisch in die Zukunft."