Stellen frei im Chemiesektor in Flandern?

Der Chemiesektor in Flandern muss 2.000 neue Mitarbeiter im Jahr einstellen, um den Personalbestand auf dem jetzigen Stand zu halten. Das sagt der Verband des Sektors Essenscia und basiert sich bei seiner Aussage auf eine Untersuchung des Löwener Professors Luc Sels. Die Überalterung im Sektor wird sich in den nächsten Jahren stark bemerkbar machen.

"Im Zeitraum von 2010 bis 2015 werden die Unternehmen in dem Sektor bei stabiler Beschäftigung rund 10.000 neue Talente anwerben müssen", sagt Sels in einem Pressebericht von Essenscia. "Das ist eine Verdopplung des Bedarfs im Vergleich zum Zeitraum von 2005 bis 2010."

Sels stellt auch fest, dass immer mehr freie Stellen für Berufe wie Verfahrenstechniker, Techniker und Ingenieure nur mit Mühe besetzt werden könnten. Rund 27 Prozent aller freien Stellen in dem Sektor seien ihm zufolge Problemstellen, die nicht innerhalb von 90 Tagen besetzt werden könnten.

Essenscia unterschrieb Anfang dieses Jahres bereits eine Unterrichtsvereinbarung mit dem flämischen Unterrichtsminister Pascal Smet, den Gewerkschaften und den vier Unterrichtsdachorganisationen. Diese soll die Zusammenarbeit zwischen dem Unterricht und dem Chemiesektor verstärken.

In einigen Wochen wird mit dem flämischen Arbeitsminister Philippe Muyters eine neue Sektorvereinbarung geschlossen, die unter anderem zum Ziel hat, den Unterricht besser auf den Arbeitsmarkt abzustimmen.