Zulieferer streiken, Zwangspause bei Ford Genk

Vereinzelte Mitarbeiter bei Zulieferfirmen von Ford Genk haben am Montagmorgen die Lieferantenzugänge blockiert, so dass der Rest der Belegschaft wieder nach Hause gehen musste. Sie fordern, dass die Löhne weiter ausbezahlt werden, solange der Zunkunfstvertrag mit Ford gilt, also bis 2020. Aufgrund des Protests musste die Produktion von Ford Genk unterbrochen werden.

Eigentlich hätte am heutigen Montag bei Ford in Genk gearbeitet werden sollen. Rund 30 Mitarbeiter der Zulieferfirmen von Ford Genk haben jedoch eine Barrikade auf dem Zugangsweg für die Lieferanten von Ford Genk errichtet.

Die Aktion der Zulieferer am Montagmorgen ist offenbar von außen organisiert worden. Neben rund 30 Mitarbeitern der Zuliefererbetriebe haben vor allem anonyme Außenstehende an der Blockade Stellung bezogen. Mit brennenden Autoreifen verwehren sie den Arbeitswilligen den Durchgang. Aus diesem Grund kann bei Ford Genk nicht gearbeitet werden. Wie es aussieht, wird auch die Nachmittagsschicht bei Ford nicht arbeiten können.

Bürgermeister Wim Dries war den ganzen Morgen vor Ort, um sich die Argumente der Streikenden anzuhören und zu vermitteln. Er will alle Parteien an den Verhandlungstisch bringen, um die Zulieferer mehr mit einzubeziehen.

Die Gewerkschaften verurteilen diese unangekündigte Aktion. Das Problem ist unter anderem, dass eine Mindestzahl an Arbeitstagen geleistet werden muss, um konjunkuterelle  Arbeitslosigkeit anmelden zu können.

Die Gewerkschaften haben auf dem Betriebsrat am Montagmorgen deshalb vereinbart, dass am 6., 7., 13. und 14. Dezember gearbeitet werden müsse. Normalerweise wäre am morgigen Dienstag der letzte Arbeitstag dieses Jahres gewesen, aber das wird jetzt also revidiert. Die große Diskussion ist nun, ob die fertigen Autos freigegeben werden sollen oder nicht.

Ford-Europa-Chef Stephen Odell höchstpersönlich wird hier am Donnerstag zu Verhandlungen darüber erwartet. Das Ford-Werk weigert sich, Kosten für den Ankauf von Autoteilen zu machen, wenn seine Fahrzeuge doch stehen bleiben.