Pokal: Anderlecht mit mühsamem Sieg

Anderlecht hat Mechelen im Achtelfinale zum belgischen Landespokal nur unter großer Anstrengung besiegen können. Der 2:0-Sieg konnte erst in der Nachspielzeit unter Dach und Fach gebracht werden. Wieder einmal war Jungstar Dennis Praet das Zünglein an der Waage.
Der eingewechselte Dieumerci Mbokani sorgte für die Entscheidung

Beide Mannschaften ließen in der Anfangsphase wichtige Spielträger auf der Bank. RSC-Coach Van den Brom verzichtete zunächst auf Proto, Gillet, Bruno, Jovanovic und Mbokani (Foto oben), während "Kahveh“ erst einmal sein starkes Dänentrio Junker, Enevoldsen und Pedersen außen vor ließ. Anderlecht wollte in diesen "englischen Wochen“ Kräfte sparen, doch Mechelen-Trainer van Veldhoven erhoffte sich ein Elfmeterschießen, denn hier glaubte er, seinen Gegner packen zu können…

Herauskam ein zähes und fast langweiliges Pokal-Viertelfinalspiel, bei dem einiges an halbherzigen Torchancen vertan wurde. In jedem Fall hielten die Gäste aus Mechelen im Anderlechter Constant-Vanden-Stock-Stadion stand, erzielten aber ebenfalls keinen Treffer. Zur Pause stand es 0:0 und auch in der zweiten Halbzeit änderte sich daran nichts, auch nicht nach der Einwechselung von starken Spielern. Anderlechts zweiter Torwart Kaminski verhinderte einen Rückstand seiner Mannschaft und die eingewechselten RSC-Mannen Jovanovic und Mbokani wirkten eher blass.

Und so musste die Partie in die Verlängerung gehen. Doch auch jetzt gelang es Anderlecht nicht, den Wiederstand von Mechelen zu brechen, bis die Stunde, bzw. die Minute des Dennis Praet (kleines Foto) kam. Anderlechts Jungstar beförderte einen Eckstoß direkt ins Tor des Gegners und brachte den Gästen aus Mechelen einen Schock bei, von dem sie sich nicht erholen konnten. Nur wenig später zeigte sich die Einwechselung von Jovanovic und Mbokani doch noch als lohnenswert, denn letzterer brachte eine punktgenaue Vorlage von ersterem ins Tor und sorgte so für die 2:0-Entscheidung.