Zugezogene bekommen persönlichen Begleiter

Neue Bewohner von Sint-Pieters-Leeuw (Foto) in Flämisch-Brabant, werden von einem persönlichen Begleiter unter die Fittiche genommen, wenn sie kein Niederländisch können. Die Gemeinde will erreichen, dass sich Zugezogene zu Hause fühlen und die Sprache der Region erlernen.
Das Rathaus von Sint-Pieters-Leeuw

Sint-Pieters-Leeuw nimmt die Einbürgerung von Zugezogenen so richtig ernst. Neue Bewohner erhielten bisher bereits eine Willkommenstasche, mit Büchern und Informationen zur Gemeinde. Doch bei Neu-Bürgern, die der niederländischen Sprache nicht mächtig sind, gehen die Verantwortlichen noch einen Schritt weiter.

Ihnen wird ein persönlicher Begleiter zur Seite gestellt, die die Integrationsbeamtin von Sint-Pieters-Leeuw, Isabelle Vanderhaegen gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Nieuweblad sagte: "Es ist nicht für jeden so einfach, seinen Weg im Schul- oder im Gesundheitswesen und so weiter zu finden. Die Begleiter können neben der Hilfe bei der niederländischen Sprache auch erklären, was sie sonst noch tun müssen. In unserer Vorstellung von Schule wird von den Eltern erwartet, dass sie sich mit einbringen.“

Vor allem auf den Sprachenaspekt wird viel Wert gelegt: "Die Begleiter können deutlich machen, dass Sint-Pieters-Leeuw eine niederländisch-sprachige Gemeinde ist und das es für sie und für ihre Kinder wichtig ist, dass sie der niederländischen Sprache mächtig sind.“

Bürgermeisterin Lieve Vanlinthout (CD&V - Foto), die auch für den Bereich Einbürgerung und Integration zuständig ist, ist zufrieden: "Unseren neuen Einwohnern wurde früher schon einiges mit auf den Weg gegeben, doch heute gehen wir einen Schritt weiter. Das eine oder andere wird dadurch auch einfacher verfolgt werden können.“