Botschafterin für Palästina in Brüssel

Die bisherige Vertreterin der palästinensischen Behörden in Belgien, Leila Shahid (Foto) wird in Zukunft den Titel einer Botschafterin führen können. Palästina wurde am Donnerstagabend bei den Vereinten Nationen in New York als Beobachter ohne Mitgliedschaft anerkannt.

Die palästinensischen Behörden hatten Belgien schon vor sechs Jahren darum gebeten, die Delegation ihres Landes in Belgien, die Palästina auch bei der Europäischen Union vertritt, aufzuwerten. Bundesaußenminister Didier Reynders (MR) hatte erst im vergangenen Oktober brieflich auf diese Frage geantwortet und darin angegeben, dass er auf diese Bitte eingeht.

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat auf das schreiben Reynders‘ noch nicht geantwortet, doch die Delegationsleiterin seiner Behörden in Brüssel gab am Freitag offiziell bekannt, dass sie jetzt den Titel der Botschafterin führe.

Außenminister Reynders hab brieflich zu erkennen, dass die palästinensische Delegation in Belgien fortan als diplomatische Mission angesehen werde. Aber, da das in zwei geteilte Land noch kein eigenständiger Staat sei, könne die Delegation noch nicht von allen damit verbundenen Vorteilen in Belgien profitieren.

Die Mitglieder dieser Mission können allerdings sehr wohl im Zuge der Ausführung ihrer Tätigkeit von der für Diplomaten geltenden juristischen Immunität profitieren und die Fahrzeuge der Delegation werden mit einem Kennzeichen des Diplomatischen Korps versehen. In New York hatte man übrigens nach der positiven Abstimmung zum Status des Landes zum ersten Mal offiziell vom "Staat Palästina" gesprochen.