Was ändert sich am 1. Dezember?

Mit dem heutigen 1. Dezember treten in Belgien einige Neuregelungen in Kraft. So gelten ab heute niedrigere Höchsttarife für Kredite. Das hat das Wirtschaftsministerium bekanntgegeben. Auch das flämische Genehmigungsverfahren für Bauanträge wurde reformiert.

Billigere Kredite für Konsumenten

Die Senkung beträgt je nach Art des Kredites 1 bis 1,5 Prozent. Wer sein Konto überzieht, zahlt dafür künftig maximal 10,5 Prozent Jahreszinsen. Bei Ratenkäufen muss der Kunde mit maximal 18,5 Prozent Zinsen rechnen und für Kreditkartenkäufe gilt maximal 14,5 Prozent. Dies gilt für Kreditbeträge bis höchstens 1.250 €. Für höhere Beträge, ab 5.000 € gelten Höchstsätze von 9,5, 10,5 und 11,5 Prozent.

Die neuen Sätze beziehen sich nicht nur auf neue Kreditverträge, sondern auch auf laufende Verträge mit einem variablen Zinssatz. Potentiellen Kreditnehmern wird aber weiterhin zur Vorsicht geraten, weil Kredite trotz dieser gesetzlichen Obergrenzen noch immer sehr teuer sind.
 

Provinzgouverneur beschleunigt Bauantragsverfahren

Eine weitere Neuheit betrifft die Baugenehmigungsverfahren in Flandern. Jede flämische Provinz muss eine spezielle Genehmigungskommission einrichten, um Bauanträge zu bearbeiten, die durch ein gegenteiliges Gutachten blockiert sind.

Vorsitzende der Kommissionen sind die Provinzgouverneure. Sie sollen dafür sorgen, dass die Verfahren beschleunigt werden. Außerdem werden so genannte ‚Verfahrensmanager‘ eingesetzt, die den Antragstellern mit Rat und Tat zur Seite stehen sollen. Sie sollen in erster Linie bei komplexeren Anträgen Hilfestellung geben.