Antikrebsliga warnt vor Sonnenbänken

Die Antikrebsliga will die Verbraucher auf die Gesundheitsgefährdung von Sonnenbänken aufmerksam machen und startet eine Kampagne, um die Belgier vor "diesen Krebsmaschinen" zu warnen. Das hat die Organisation am Dienstag in einem Pressebericht mitgeteilt. Die Organisation fordert auch eine obligatorische Registrierung aller Sonnenstudios bei den Behörden.

Die Antikrebsliga weist in ihrer Kampagne auf  das enorme Krebsrisiko und die unumkehrbaren Auswirkungen der Sonnenbänke in Bezug auf Krebs hin.

"Das internationale Krebs-Forschungszentrum reiht Sonnenbänke in die gleiche Kategorie wie Tabak oder Asbest", heißt es in dem Pressebericht der Organisation. Sie fügt hinzu, dass das British Medical Journal in einer jüngsten Veröffentlichung feststellt, dass die Sonnenbänke jährlich zu 800 Toten in Europa führe und dass die Nutzer solcher Sonnenröhren ein 20 Prozent höheres Risiko laufen, an Hautkrebs zu erkranken.

Die Benutzung der Sonnenbänke würde 143 zusätzliche Melanom-Fälle im Jahr verursachen, heißt es weiter. "Trotzdem zeigt eine Studie, die von der Anti-Krebsorganisation in Auftrag gegeben worden ist, dass die Bevölkerung die Risiken, die mit der Nutzung der Bänke verbunden sind, unterschätzt oder sie einfach nicht kennt."

Jedes Jahr werden 18.000 Fälle von Hautkrebs in Belgien diagnostiziert und diese Zahl nimmt jährlich um 5 Prozent zu. Die Antikrebsliga startet jetzt mit einer Plakat-Kampagne auf Bussen in elf belgischen Städten, um die Belgier auf die Gefahr von Sonnenbänken hinzuweisen.

In Belgien soll es rund 4.000 Sonnenstudios geben, aber das Gesetz verpflichtet diese nicht, sich bei offiziellen Behörden registrieren zu lassen. "Bei Kontrollen in registrierten Studios hat der FÖD Witschaft festgestellt, dass nur 11 Prozent der kontrollierten Studios gesetzeskonform sind.", betont die Liga. Sie fordert deshalb eine obligatorische Registrierung aller Sonnenstudios.