Ford bläst geplante Arbeitstage ab

Bei Ford in Genk wird diesen Donnerstag und Freitag nun doch nicht gearbeitet, weil es noch keine Einigung über die tausend blockierten Autos der Fabrik in Genk gibt. Die Autos werden vorerst noch nicht frei gegeben.

Die Direktion hat die Gewerkschaften davon unterrichtet, dass am Donnerstag und Freitag nun doch nicht bei Ford in Genk gearbeitet wird. "Man will das nicht ausdrücklich betonen, aber alles hat mit der Freigabe der hergestellten Autos zu tun", sagt Eddie Martens von der christlichen Gewerkschaft ACV.

"Wir hatten damit gerechnet, dass wir eine Prämie erhalten und im Gegenzug dazu ein paar Autos herausrücken. Die Ford-Direktion vor Ort hat jedoch von Ford Europa keine Genehmigung erhalten, um eine Prämie oder eine andere Form des Ausgleichs zu zahlen. Dadurch sind die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten."

Die Gewerkschaften befürchten, dass auch die restlichen Arbeitstage am 13. und 14. Dezember gefährdet sind. "Die nächste Etappe der Gespräche mit dem Europamanagement sind für den 12. Dezember geplant", so Eddie Martens noch. "Sollten wir dann zu einer Einigung kommen, muss dies noch der Basis vorgelegt werden und müssen die Zulieferer noch ihre Zustimmung geben. Es scheint also unmöglich, dass bis zum 13. Dezember ein von allen abgesegnetes Abkommen vorliegt und dass wir die Arbeit dann wieder aufnehmen können."

Die Produktionstage werden also erneut verschoben. Es könnte sein, dass sie jedoch noch vor den Weihnachtsferien abgeleistet werden müssen.