Hochgeschwindigkeitszug nach Amsterdam

Die belgische Bahn NMBS und die niederländische HS Hispeed haben eine Einigung über Fyra, den neuen Hochgeschwindigkeits- Zug zwischen Belgien und den Niederlanden erzielt. Ab dem 9. Dezember wird der neue hst auf der Strecke zwischen Brüssel-Süd und dem Hauptbahnhof von Amsterdam eingesetzt. Für die Pendler gibt es auch gute Neuigkeiten, unter anderem was die Abonnements betrifft.

Ab dem 9. Dezember fährt der Fyra zehn Mal pro Tag zwischen Brüssel-Süd und dem Amsterdamer Hauptbahnhof. Weitere Haltestellen sind der Antwerpener Hauptbahnhof, der Rotterdamer Hauptbahnhof und Schiphol. "Wir beginnen mit zehn Zugverbindungen und in den nächsten Monaten sollen daraus sechzehn werden", erklärt Marc Descheemaecker von der NMBS. Langfristig geplant seien 26 Zugverbindungen pro Tag zwischen Brüssel und Amsterdam.

Auf der anderen Seite soll der heutige Benelux-Zug zwischen Brüssel und Amsterdam gestrichen werden. Der braucht eine Stunde länger auf der gesamten Strecke, ist jedoch bei den Fahrgästen, unter anderem bei Pendlern, sehr beliebt. Diese hatten sich beschwert, dass es nicht möglich sei, für den neuen Fyra ein Abonnement zu bekommen.

"Wir werden ein Abonnementkonzept anbieten", bestätigt Descheemaecker jetzt, "und ab dem ersten Tag wird das derzeit bestehende doppelte Abonnementkonzept auch weiterhin verkauft. Allerdings kostet es einen kleinen Zuschlag." Dieser Zuschlag werde 4 Euro pro Fahrt betragen, so Descheemaecker. Er weist darauf hin, dass hierfür ein viel schnellerer Zug geboten werde.

Außerdem wird es auf Verlangen der Niederlande ein Hochgeschwindigkeitsangebot zwischen Antwerpen und Breda geben. Ab April 2013 wird Fyra acht Mal pro Tag zwischen Antwerpen und Breda fahren und in den Noorderkempen einen Halt einlegen. Die zu erwartenden Verluste sollen zu gleichen Teilen zwischen der belgischen und der niederländischen Eisenbahn aufgeteilt werden. "Dass es weniger Haltestellen in den südlichen Niederlanden gab, war eigentlich ein Problem der Niederlande, aber das haben wir jetzt also gelöst."

Der NMBS-Chef habe wie er selbst sagt vollstes Vertrauen in den neuen Fyra und ist davon überzeugt, dass jegliche Kritik gegen die neue hst-Strecke schon bald verstummen werde.