Das Schwarzgeld-Geschäft im Fußball

Noch immer blüht beim Fussball das Geschäft mit dem Schwarzgeld. Das geht aus einer Enthüllungsreportage der VRT-Sendung Panorama hervor, die am Donnerstagabend auf dem ersten Programm, Eén, ausgestrahlt wird. Die Reportage zeigt, wie Vereine und Spieler (und in manchen Fällen sogar mit krimineller Energie) Schwarzgeld ohne Hemmungen annehmen.

In der ersten und zweiten Liga scheint die Situation in den letzten Jahren auf den ersten Blick besser geworden zu sein, aber ab der dritten Liga seien viele Vereine finanziell von Einkünften aus Schwarzgeld abhängig.

Ein Team von Panorama hat sieben Vereinen undercover "Schwarzgeld" angeboten. Sechs unter ihnen wollten ohne zu zögern auf die illegalen Vorschläge eingehen. Es handelte sich um insgesamt mindestens 600.000 Euro.

Auch in der Sendung Koppen (20.40 Uhr) wird auf dieses Problem am Donnerstag eingegangen. Beide Redaktionen haben für diese Reportage zusammen gearbeitet.

Der belgische Fußballbund kündigte darauf hin am Donnerstagmorgen über Twitter eine Pressekonferenz für Freitag an.

"Ich will für 15.000 Euro Sponsoren, aber davon nur höchstens ein Drittel auf Rechnung", so der Berichterstatter gegenüber einem Verein der dritten Liga.

"Kein Problem. Das ist ok. Für uns ist das ideal", lautete die Antwort eines Delegierten des Clubs.

Die Vereine nutzen das Geld, um die Spieler zusätzlich schwarz zu bezahlen. So können die Löhne erhöht werden.

"Wenn man in der vierten Liga spielt bei einem Verein, der im Durchschnitt zwei Mal pro Monat gewinnt und ab und zu ein Tor schießt, kann man leicht 2.500 bis 3.000 Euro pro Monat schwarz verdienen", so ein Spieler, der anonym bleiben möchte.

Die Reporter gingen aber noch einen Schritt weiter und boten so genanntes Geld aus Verbrechen an, aber auch das schien bei einigen Vereinen kein Problem zu sein. Auch in der 1. und 2. Liga zirkuliert übrigens Schwarzgeld, zeigt die Reportage.