Flandern: Wieder Exportanstieg in die USA

In den acht ersten Monaten des Jahres 2012 ist der Export aus dem belgischen Bundesland Flandern in Richtung USA um ein Drittel angestiegen. Zahlen von Flanders Investment & Trade belegen, dass dies auf den Pharmabereich und auf die Chemieindustrie zurückzuführen ist.

In den ersten acht Monaten des Jahres belief sich die Ausfuhr von Gütern und Waren aus Flandern in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika auf ein Volumen von 12 Milliarden €, was einem Anstieg um 31,15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dieser auffallende Exportanstieg ist in erster Linie auf einen exponentielle der Ausfuhr von pharmazeutischen Produkten und von organischen und chemischen Erzeugnissen zurückzuführen, wie Zahlen von Flanders Investment & Trade belegen.

Insgesamt belief sich der Export aus Flandern in den drei ersten Quartalen des laufenden Jahres auf 194,8 Milliarden €, was einem kleinen Anstieg um 3,34 % entspricht. Im ersten Quartal war der Anstieg mit einem Plus von 4,2 % am höchsten.

In den drei Monaten danach viel dieses Wachstum auf 2,3 % wieder herab. Im Durschnitt lag der Export aus Flandern im August dieses Jahres bei einem Wachstum von 3,34 % etwas höher, als der weltweite Durchschnitt, der im gleichen Zeitraum um 0,41 % zurückging.

Auch die Einfuhr von Gütern und Waren nach Flandern stieg zwischen Januar und August 2012 um 0,70 % auf ein Volumen von 192,4 Milliarden €. Dies erbrachte einen zwischenzeitlichen Handelsüberschuss von 2,4 Milliarden €.

Auch Exportanstieg in die BRIC-Staaten

Auch der Export von flämischen Erzeugnissen in die so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China stieg in den ersten acht Monaten des Jahres recht stark an. Die Ausfuhr nach China stieg um 15 %, nach Russland um 27,35 % und nach Brasilien um 20 %.

Nur in Richtung Indien war die Ausfuhr leicht Rückläufig. Dabei sprang glücklicherweise Südafrika in die Bresche, wohin ein Exportanstieg um 14,33 % generiert werden konnte. Auch hier liegt die Ausfuhr von Pharma- und Chemieprodukten an der Basis des Anstiegs.

Derzeit scheint das Bundesland Flandern wieder der Motor des Wachstums für Belgien zu sein. Im genannten Zeitraum stand Flandern für 83,25 % des Gesamtexports aus Belgien. Die Wallonie trägt mit 14,74 % dazu bei und die Region Brüssel-Hauptstadt steht für 2,01 % des Exportvolumens. Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) hofft, dass es dem wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama gelingt, die amerikanische Wirtschaft wieder ans Rollen zu kriegen, denn davon das belgische Bundesland derzeit nur profitieren.