Sozialabkommen bei Brussels Airlines

Direktion und Gewerkschaften bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines haben auch auf ein Sozialabkommen einigen können. Die Verhandlungspartner kamen überein, gemeinsam 110 Mio. € einzusparen. Zu Entlassungen kommt es nicht und Hauptaktionär Lufthanse wird 100 Mio. € investieren.

Die allgemeine Krise im Luftfahrtsektor ist auch an Brussels Airlines (BA) nicht spurlos vorbeigegangen. Die aus der ehemaligen Traditionsgesellschaft entstandene Airline musste jetzt erneut Kosten einsparen, um weiterhin gewinnbringend arbeiten zu können.

Allerdings hat die BA mit der deutschen Lufthansa einen starken Hauptaktionär, der jetzt zusätzliche Investitionen in Brüssel tätigt. Die Lufthansa wird in erster Linie in zusätzliche Fernfluglinien investieren.

Zu reinen Entlassungen wird es bei der BA nicht kommen. Aber, durch natürliche Abgänge freiwerdende Stellen werden nicht mehr unbedingt neu besetzt und die Piloten verzichten während den kommenden zwei Jahren auf Gehaltserhöhungen. Zudem gestalten sich die Dienstpläne in Zukunft flexibler. Das bedeutet, dass in den Arbeitsverträgen verankert wird, dass im Sommer mehr gearbeitet wird, als im ruhigeren Winter.

Ältere BA-Piloten werden früher in Rente geschickt, können aber während den Sommermonaten auf freiberuflicher Basis wieder fliegen. Jüngere Piloten werden wohl oder übel auf Teilzeitbasis arbeiten müssen, können aber ebenfalls freiberuflich Flugstunden ableisten. Die Gewerkschaften bei Brussels Airlines sind zufrieden mit dem bis Dezember 2014 geltenden Abkommen, denn sie konnten unter anderem direkte Entlassungen verhindern.