Versicherungen suchen neue Einnahmen

Eine neue EU-Richtlinie verbietet Versicherungen in Zukunft von Frauen und Männern unterschiedliche Prämien einzufordern. Die Versicherungs-Gesellschaften suchen jetzt nach Alternativen, um Einnahmen und Gewinne zu generieren. Das könnten Gesundheit und Lebensstil der Versicherten bieten.
Ungesund leben? Dann werden die Prämien für Lerbensversicherungen vielleicht teuer!

Nach einem Bericht der flämischen Wirtschaftszeitung de Tijd sind die Versicherungs-Gesellschaften in Belgien dabei, die Prämien für Lebensversicherungen der Gesundheit der Antragssteller anzupassen. So sollen übergewichtige Personen oder Raucher zum Beispiel höhere Prämien zahlen müssen, als Zeitgenossen, die gesund leben oder Sport treiben.

Marktführer AG Insurance geht bereits so vor und verlangt von neuen Kunden für Lebensversicherungen, einen acht Punkte umfassenden Fragenkatalog zur Lebensweise auszufüllen. Dabei geht es um Fragen zum Gewichtsverhältnis im Vergleich zur Körpergröße und ähnlichem. Unter Umständen muss ein medizinischer Gesundheitscheck vorgelegt werden, um bei AG Insurance eine Lebensversicherung abschließen zu können.

Laut De Tijd planen auch die belgische Filiale der Allianz-Versicherung und die AXA bei Vertragsabschluss für Lebensversicherungen mit der Gesundheit der Kundschaft Rechnung zu tragen. So soll ein z.B. Durchschnittswert von "body mass index", Wohnort und Beruf zu den Kriterien für eine Lebensversicherung bei den beiden Anbietern in Betracht gezogen werden.

Bei Assuralia, dem Dachverband der belgischen Versicherungs-Gesellschaften, gibt man zu, nach anderen Möglichkeiten zu suchen, um Einnahmen, Neukunden und Gewinne zu generieren, da der Geschlechterunterschied auf EU-Anordnung als Kriterium wegfallen wird.