19. Spieltag: Anderlecht haut Mons weg

Tabellenführer RSC Anderlecht hat bei RAEC Mons einen 0:5-Auswärtssieg erzielt. Zulte-Waregem gewann mit 1:2 beim KV Kortrijk und kann seinen zweiten Tabellenplatz problemlos behaupten. Cercle Brügge verlor einmal nicht, blieb allerdings auf einem 1:1 gegen OHL Löwen und am Tabellenende sitzen.
Drei Tore von Dieumerci Mbokani gegen Mons

Zulte-Waregem hat sich mit einem erneuten Sieg - 1:2 gegen KV Kortijk - einen guten Dienst im Hinblick auf das Play Off 1 erwiesen. Zulte steht mit jetzt 37 Punkten alleine auf dem zweiten Tabellenplatz, gefolgt von Lokeren mit 33 Zählern. Lokeren lässt allerdings Federn und verlor gegen KV Mechelen (2:1) schon zum zweiten Mal in Folge.

Mons bekam zu Hause von Rekordmeister und Titelfavorit RSC Anderlecht eine Schulstunde in Sachen Erstligafußball und ging mit 0:5 sang- und klanglos unter. Alleine drei Tore erzielte dabei Dieumerci Mbokani, der bereits nach sechs Minuten die Führung erzielte. Kanu traf ebenfalls aus dem Spiel und Gillet setzte einen Strafstoß um.

Am Tabellenende kämpft Waasland-Beveren mittlerweile erfolgreich gegen den Abstieg und gewann mit 0:2 gegen weiterhin schwächelnde "Buffalos" bei AA Gent. Gent kann wohl eine Teilnahme am Play Off 1 vergessen und bleibt auf dem 11. Tabellenplatz stecken.

Cercle Brügge hat einmal nicht verloren, kam aber über ein 1:1-Unentschieden gegen OHL Löwen nicht hinaus. Der eine Punkt aus der Partie kann die Saison wohl kaum retten und Cercle bleibt mit nur 12 Punkten aus 19 Begegnungen auf dem letzten Tabellenplatz hängen. Vorletzter ist SK Lierse. Lierse tritt am Sonntagabend in Limburg gegen Racing Genk an. Vorher, am Nachmittag, empfängt Beerschot AC noch den FC Brügge.

Charleroi-Fans müssen zahlen

Das Freitagsspiel, das der SC Charleroi in Lüttich mit 6:1 verloren hatte, wird für einige Fans ein Nachspiel haben. Standard Lüttich hat Anzeige erstattet, denn während der Partie rissen Charleroi-Hooligans 174 Sitze aus den Verankerungen und warfen sie umher. Auch mehrere Toiletten im Stadion in Sclessin gingen zu Bruch.

Unterdessen kündigte auch die Vereinsführung von Charleroi an, diese Fans identifizieren zu wollen. Ihnen drohen neben Schadensersatzforderungen auch Geldstrafen und lange Stadionverbote. Hinzu kommt noch, dass Charleroi-Fans Lüttich-Supporterbusse mit Flaschen bewarfen und einige von ihnen hatten auf einen Autobahnparkplatz Lüttich-Fans mit dem Tode bedroht. Auch hier folgten Strafanzeigen.

Allerdings hatten sich einige Lüttich-Hooligans im Hinspiel in Charleroi auch nicht viel besser benommen. Doch der Umfang der Probleme, für die sie damals sorgten, war wesentlich kleiner.