Neuer Fahrplan bei der belgischen Bahn

Am Stichtag 9. Dezember ist auch in Belgien ein neuer Bahnfahrplan in Kraft getreten. Neben der neuen Schnellzugverbindung zwischen Brüssel und Amsterdam fallen dabei auch 170 gestrichene Züge und zwei neue Haltepunkte in Limburg auf.

Die alte Verbindung zwischen Brüssel und Amsterdam, den die Belgier den "Amsterdammer" und die Niederländer den "Brüsseler" nannten, wird durch den neuen Fyra-Schnellzug ersetzt, der die Fahrzeit von drei auf zwei Stunden verringert. Doch, der Zug hält nicht mehr überall.

An der niederländischen Hauptstadt Den Haag fährt er ohne Halt vorbei. Und die Fahrpreise erhöhen sich teilweise kräftig, was aber laut Bahn durch ein höheres Tempo (Tempo 245 km/h) und mehr Komfort wettgemacht wird.

Daneben streicht die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB rund 170 Inlandsverbindungen, vor allem nur spärlich besetzte Züge in der Tagesrandlage. Berufspendler, die sehr früh morgens oder sehr spät abends ihre Züge verlieren, müssen sich jetzt nach Alternativen umsehen. Die regionalen Nahverkehrsgesellschaften De Lijn in Flandern und TEC in Wallonien können diese Alternativen aber nicht immer bieten.

Kees Smilde, der Sprecher des Fahrgastverbandes ZugTramBus (TTB), gab an, dass dies unter anderem der Fall zwischen Dendermonde und Lokeren, zwischen Dendermonde und Brüssel und zwischen Antwerpen und Puurs der Fall ist. Dieser Umstand sorgt für harsche Kritik an Bahn und an den Verkehrspolitikern.

Doch es gibt auch Positives zu melden: In der Provinz Limburg wurden am Sonntagmorgen zwei neue Haltepunkte in Betrieb genommen und zwar in Beringen und in Zonhoven.