Flämische Grundschüler schlecht in Naturwissenschaften

Im internationalen Vergleich schneiden die flämischen Grundschüler der vierten Klasse bei den Naturwissenschaften, also der so genannten Welt- und Umweltkunde oder auch Naturkunde genannt, verheerend ab. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, die am Dienstag vorgestellt wurde. In Mathe schneiden die getesteten Viertklässer hingegen gut ab.

Der mahtematisch-naturwissenschaftliche Leistungsvergleich TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) wurde bei Schülern der vierten Grundschulklasse durchgeführt. 

Im Fach Mathe landet Flandern bei den Schulleistungen auf den oberen Plätzen. Die Liste wird von Singapur, Südkorea und Hong Kong angeführt. Von den teilnehmenden europäischen Ländern muss unsere Region nur Nordirland vorlassen.

"Ausgenommen den Niederlanden gibt es zudem kein Land mit so wenigen Unterschieden zwischen den stärksten und den schwächsten Schülern", sagt Jan Van Damme vom Zentrum für Unterrichtswirksamkeit an der KU Löwen.

Das sind die guten Nachrichten. Die schlechten gibt es bei den Naturwissenschaften beziehungsweise der Naturkunde. Bis auf  Polen, Spanien und Norwegen, muss Flandern alle teilnehmenden europäischen Länder vorlassen. Nur 2 Prozent unserer Grundschüler antwortete richtig auf Fragen, die international als "fortgeschritten" betrachtet werden. Auch auffallend ist, dass Mädchen in allen Teilen schlechter als die Jungen abschneiden und dass die Mädchen seit den letzten Tests im Jahr 2003 noch viel mehr hinterherhinken als die Jungens.

Eine Erklärung liege wohl darin, dass die Naturwissenschaften in unserem Grundschulunterricht (der in Belgien sechs Jahre dauert, Red.!) vor allem in den letzten Jahren vorkommen würden", so Van Damme. "Wir haben auch deutliche Hinweise dafür, dass sich unsere Lehrer nicht sicher in dem Fach Naturkunde fühlen", so der Professor noch.