Lidl stoppt Twitteraktion, Erfolg war zu groß

Eine Werbeaktion auf Twitter drohte bei der Discountkette Lidl, Chaos anzurichten. Die Discount-Supermarktkette versprach seit dem gestrigen Montag, 5 Fresspakete pro Twitterbericht mit dem hashtag, also dem Schlüsselwort "luxevooriederen" (dt.: "Luxusfürjeden") an Lebensmittelbanken zu verschenken. Lidl hat die Aktion vorzeitig abgebrochen. Die Twitteraktion kostete die Kette rund 200.000 Euro.

Lidl ist eine in Deutschland gegründete Discount -Kette, die in den meisten Ländern Europas vertreten ist, so auch in Belgien.

Seit Montag verspricht Lidl, 5 Fresspakete im Wert von 20 Euro pro Twitterbericht mit dem hashtag "luxevooriedereen" an Lebensmittelbanken hierzulande zu verschenken. Damit will die Kette für ihre Produkte für die Feiertage und das Sylvesterfest werben. Hierfür hatte das Unternehmen mehrere Mediengesichter über Twitter eingesetzt.

Einem Pressebericht zufolge wollte die Kette mindestens 500 Pakete zwischen dem 10. Dezember und dem Weihnachstabend verschenken. Nach nur ein paar Stunden stand der Zähler jedoch bereits auf mehreren tausend Fresskörben. Lidl hat den Nieuwsdienst der VRT wissen lassen, dass die Supermarktkette die Aktion um 8 Uhr am Dienstagmorgen abbreche. "Die Aktion wird stärker angenommen als wir dachten. Wir werden die Aktion nach 24 Stunden beenden", erklärte der Sprecher Pieterjan Rynwalt.

Lange war nicht klar, ob auch alle Fresskörbe tatsächlich verteilt würden. "Ziel war, einige Pakete durch die Mediengesichter verteilen zu lassen, aber wir werden eine Geste für die anderen Twitterer machen", hieß es zunächst. Inzwischen hat die Kette entschieden, die Zahl der  Fresspakete auf 10.000 nach oben abzurunden. Die Aktion wird Lidl rund 200.000 Euro kosten.

"A Lidl bit naive"

Die sozialen Medien sind also schon wieder einmal falsch eingeschätzt worden und die Nutzer der sozialen Medien haben wie mit einem Bumerang zahlreich reagiert.

So schrieb ein gewisser Geert Spiessens: "A Lidl less conversation, a Lidl more action please...." und Bart Aerts fasste zusammen: "A Lidl bit naive".