Task Force für Ford Genk im Einsatz

In der Limburger Provinzverwaltung hat der flämische Ministerpräsident Kris Peeters den Startschuss für die Arbeitsgruppe gegeben, die nach der Schließung von Ford Genk die wirtschaftliche Zukunft der Region neu erschließen soll. Der Erwerb des Geländes von Ford und die Fortbildung der betroffnen Arbeitnehmer standen ganz oben auf dem Terminkalender. Am Dienstag sitzen auch die Gewerkschaften von Ford Genk erneut mit der europäischen Direktion zusammen. Es ist das erste Treffen, nachdem die Gewerkschaften der Direktion Versäumnisse vorwarfen.

Am Dienstagmorgen fand die Eröffnungssitzung der so genannten Task Force statt. Sie soll den "Strategischen Aktionsplan Limburg im Quadrat" (SALK) leiten. Dieser Plan wird von einer Fachkommission unter Leitung von Herman Daems vorbereitet und soll bis Ende Januar 2013 fertig sein.

Für die flämische Regierung waren der flämische Ministerpräsident Kris Peeters sowie Jo Vandeurzen, Geert Bourgeois, Ingrid Lieten und Philippe Muyters anwesend. Daneben saßen auch Repräsentanten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit am Tisch sowie Europadelegierte, die Provinzverwaltung und Bürgermeister Dries van Genk. Mehrere Finanzexperten fanden sich auch ein.

"Heute wurden einige zentrale Punkte festgelegt und auch einige Akzente besprochen", sagte Kris Peeters. "Dabei redeten wir über Ausbildung und Fortbildung der Arbeitnehmer bei Ford und bei den Zulieferern. Der Kollege Muyters wird sich weiter darum kümmern. Außerdem wollen wir auch schnell Klarheit über den Erwerb des Geländes von Ford Genk."

Am Ende sagte Peeters noch, dass die Finanzierung von  betroffenen Privatpersonen und von Unternehmen ein wichtiger Schwerpunkt sei. Mitte Januar wird von Herman Daems ein erster Entwurf erwartet.

Gewerkschaften von Ford Genk treffen europäische Direktion

Vor zwei Wochen hatten sich die Gewerkschaften von Ford Genk schon einmal mit der europäischen Direktion des Autobauers beraten. Das Treffen hatte aber nur einige Minuten gedauert. Die Gewerkschaften hatten der Direktion Versäumnisse vorgeworfen. Ford halte Beschäftigungsversprechen nicht ein.

Am heutigen Dienstag erwarten die Gewerkschaften Reaktionen der europäischen Direktion auf ihre Kritik. Am morgigen Mittwoch wird  noch über die Produktion beraten, denn nächste Woche soll möglicherweise zwei Tage in der Fabrik in Genk gearbeitet werden.