Kaum Chancen auf Belgiens Arbeitsmarkt

Ausländer, die nicht aus Staaten der Europäischen Union kommen, haben am belgischen Arbeitsmarkt schlechte Karten. Laut einer Studie der belgischen Nationalbank findet der, der außerhalb der EU zur Welt kam, am hiesigen Markt keine Stelle.

Nicht ganz die Hälfte aller arbeitsfähigen Einwanderer in Belgien hat einen Arbeitsplatz. Vor allem Migranten aus Nicht-EU-Ländern haben es am hiesigen Arbeitsmarkt schwer. Das trifft bei weitem nicht nur für wenig oder nicht ausgebildete Arbeitsuchende zu, sondern auch für Einwanderer mit Hochschul-, Uni- oder Berufsabschluss zu.

Belgien schneidet auf dieser Ebene im EU-Durchschnitt am schlechtesten ab, wie die Studie der belgischen Nationalbank belegt. Die Nationalbank nennt zwei Probleme für diesen Umstand. Zum einen liege das an einer mangelnden Kenntnis der in der Region, in der man sich niedergelassen hat, gesprochenen Sprache und zum anderen ist dies auch auf eine Diskriminierung der Arbeitgeber in Belgien zurückzuführen.

Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass in den letzten Wochen und Monaten viele gut ausgebildete Arbeitsuchende aus dem Süden der EU auf den hiesigen Arbeitsmarkt strömt. Belgische Arbeitgeber greifen derzeit sehr gerne aus motivierte Arbeitskräfte aus Portugal, Spanien oder Griechenland zurück.