Schweiz: Entschuldigung für aggressive Werbung

Eine Marketinggesellschaft aus der Schweiz hat sich offiziell für eine aggressive Werbekampagne entschuldigt. Das Unternehmen warb bei US-Unternehmen, die in Belgien ansässig sind, für den Standort Zürich und zwar mit für unser Land fast beleidigenden Argumenten.
Der Großraum Zürich soll ein besserer Wirtschaftsstandort sein, als Belgien

Die schweizerische Marketinggesellschaft "Greater Zürich Area" hatte etwa 150 US-amerikanischen Unternehmen, die ihren Europasitz in Belgien haben, einen aggressiven Werbebrief zukommen lassen, in dem sie den Firmen dazu riet, unser Land zu verlassen und in die Schweiz zu gehen.

Der Direktor der Marketingagentur verglich Belgien mit der Region um Zürich und verwies dabei auf die vielen Streiks in unserem Land, auf die hohe Staatsverschuldung und auf das magere Wirtschaftswachstum.

Im Großraum Zürich sei der politische, finanzielle und juristische Rahmen für Unternehmer sicher und man werde dort auf keinen Fall Opfer von harter Politik und sozialer Unruhe.

Diese Art der aggressiven Werbung stieß in Belgien in Bund und Ländern, vor allem im belgischen Bundesland Flandern übel auf und unter anderem Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) beschwerte sich darüber.

Peeters ließ inzwischen wissen, dass sich "Greater Zürich Area" für die überzogenen Formulierung in dem Werbebrief an die belgischen US-Unternehmen offiziell entschuldigt habe.