Ford Genk: Erste Gespräche gescheitert

Am Mittwoch hatten sich die Gewerkschaften des von Schließung bedrohten Ford-Montagewerks im limburgischen Genk und die Direktion von Ford Europa zu einer ersten Gesprächsrunde getroffen. Doch am Mittwochabend wurden diese Gespräche nach fünf Stunden ergebnislos abgebrochen.

Ein "ultimativer" Vorschlag zur Lösung des Konflikts von Seiten der Direktion wurde von den Gewerkschaftlern als "unbefriedigend" eingestuft. Damit ist völlig unsicher, ob die Produktion ab dem 19. Dezember wieder hochgefahren werden kann.

Damit ist nach Dienstag auch das zweite Treffen, bei dem besprochen werden sollte, unter welchen Umständen die Bänder im Genker Werk wieder ans Laufen kommen können, ergebnislos zu Ende gegangen. In einer Mitteilung der christlichen Gewerkschaft ACV hieß es am Mittwochabend: "Ford verlangte, dass wir alle fertig montierten Fahrzeuge der Typen B-Max und Transit freigeben sollen und dass wir die Zahl der auf den Parkplätzen blockierten Neuwagen auf 1.500 beschränken sollen. Überdies verlangt man von uns die Freigabe von Bauteilen für andere Ford-Fabriken."

Die Gewerkschaften allerdings wollen allgemeine Klarheit über die Zukunft des Werks und der Belegschaft. Als letztes hatten die Manager von Ford Europa vorgeschlagen, der Belegschaft bei Freigabe der Autos und der Bauteile eine Lohnerhöhung um 25 % für die kommenden 40 Schichten zu gewähren. Doch dies lehnten die Gewerkschaften einstimmig als völlig unzureichend ab, verließen den Verhandlungstisch und warten jetzt auf bessere Ideen seitens des Managements. Ob die Produktion des Ende 2014 zu schließenden Werks noch in diesem Jahr wieder hochgefahren wird, ist zweifelhafter denn je.