Flughafenbetreiber will Ende der Bummelstreiks

Die Beamten der Warenzollabfertigung des Flughafens, Brucargo, machen seit Freitag "reinen Dienst nach Vorschrift", eine Bummelaktion gegen den königlichen Erlass zur Schichtarbeit und gegen unregelemäßige Arbeitszeiten. Der Brüsseler Flughafen fordert alle Parteien auf, sich schnell an den Verhandlungstisch zu setzen. Das sagte Jan Van der Cruysse, der Sprecher von Brussels Airport am Samstagabend.

Brussels Airport verurteilt nicht die Gründe des Protests, ruft jedoch die verschiedenen Parteien auf, nicht bis Montag mit den Verhandlungen zu warten.

Zuvor hatte der Unternehmerverband Voka bereits darauf hingewiesen, dass durch diese Protestaktionen schon 10.000 Tonnen Fracht auf andere Flughäfen hätten umgeleitet werden müssen und dass sich der Schaden auf 30 Millionen Euro belaufe. "Auf so eine Aktion sollte Brussels Airport verzichten, wenn der Flughafen weiterhin glaubwürdig bleiben will und als Nationalflughafen einen stabilen Wachstumsrahmen anstrebt sowie 20.000 Arbeitsplätze garantieren will", so Voka.

Voka betonte jedoch auch, dass der Verband verstehe, dass der Zoll die Unsicherheit über sein Statut kritisiere.