Louise-Marie fängt Piraten ab

Die belgische Fregatte Louise-Marie, die an der Operation Eunavfor Atalanta vor der somalischen Küste teilnimmt, hat am Samstagnachmittag ein Skiff mit fünf angeblichen Piraten abgefangen. Das hat das Verteidigungsministerium am Sonntag bekannt gegeben.

"Die fünf vermeintlichen Piraten werden an Bord der Louise-Marie so lange festgehalten, bis über eine eventuelle Strafverfolgung entschieden ist. Die Piraten werden gegen Dehydratation, Erschöpfung und Symptome von Unterernährung behandelt. Einer der verdächtigen Piraten hat eine Handgelenksverletzung und wird vom Schiffschirurgen operiert", heißt es in einem Pressebericht.

Die festgehaltene Segeljolle gehört vermutich einer Gruppe Piraten, die Ende November versucht hatte, das Handelsschiff MV Papua zu überfallen.

Ein Team der Louise-Marie wurde ausgesandt, um die fünf angeblichen Piraten festzunehmen. Das Skiff selbst wurde an Bord der Fregatte gehievt. Das Skiff war mit einer Leiter und einem Enterhaken ausgerüstet, aber es wurden keine Waffen gefunden.

Der Kommandant des Schiffes, Hans Huygens, betont, dass "diese Aktion zeigt, dass die Fortführung der Operation Atalanta gegen die Piraterie am Horn von Afrika weiterhin notwendig ist."