Erster Zulieferer von Ford schließt

Bei den vier direkten Zulieferbetrieben von Ford Genk finden am heutigen Montag Betriebsräte statt. Die Direktionen kündigen gezwungenermaßen an, dass sie schließen oder zumindest umstrukturieren wollen. Bei SML ist die Sitzung des Betriebsrates bereits abgelaufen. Das Unternehmen hat seine Schließungsabsichten angekündigt.

Die Betriebsräte bei SML, Lear, Syncreon und IAC sind Folge des Entschlusses von Ford, die Produktion in Genk zu beenden. Bei den vier Unternehmen zusammen arbeiten 1.300 Menschen.

Der erste Betriebsrat, bei SML, ist abgelaufen. "Es war eine einfache Botschaft der Direktion an die Gewerkschaften: "Die Ankündigung von Schließungsabsichten", erklärt der Radiojournalist Mathijs Bijnens.

Die Schließung der Zulieferbetriebe war zu erwarten. Der Betriebsrat ist jedoch wichtig, weil die Arbeitnehmer schnell Klarheit über ihre Zukunft haben wollen. Rund 200 Arbeiter sind dem Betriebsrat bis an die Pforten gefolgt. "Viel mehr als vorher wissen wir nicht", sagt Jo Claes von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV. "Wir müssen die Verhandlungen von Ford abwarten."

"Wir haben die Menschen unterrichtet", sagt Hasan Duzgun von der liberalen Gewerkschaft ACLVB. "Viele Menschen sind zum Unternehmen gekommen, um den formellen Beschluss zu hören. Nun haben sie Klarheit über ihr Los. Jetzt werden wir das Verfahren im Rahmen des Renault-Gesetzes einläuten. Es versteht sich von selbst, dass wir dabei die gleichen Bedingungen fordern wie bei den Menschen von Ford."

Bei Lear hat der Betriebsrat ebenfalls am Montagvormittag begonnen. Danach sind IAC und Syncreon an der Reihe. Die vier Unternehmen sind mit Ford direkt durch ein Förderband verbunden und damit abhängig von Ford.