Klimawandel: "Küste und Antwerpen kaum geschützt"

Flandern muss dringend Maßnahmen nehmen, um die Folgen der Klimaveränderung abzufedern. Forschern der Uni Gent zufolge seien unsere Küsten, die Stadt Antwerpen und die Wohngebiete entlang der Flüsse nicht ausreichend gegen den Anstieg des Meeresspiegels geschützt. Flandern bereite sich sehr wohl auf die Klimaveränderung vor, sagt Ministerin Hilde Crevits.

Georges Allaert, Hochschullehrer für Raumplanung, sieht drei Maßnahmen, die als erstes genommen werden müssten:

*Zunächst müssten die Dünen an der Küste verbreitert und erhöht werden.

*Auch in der Westerschelde werde man Vorrichtungen treffen müssen, vor allem auf der Ebene von Raan, um Antwerpen ein Stück weit zu schützen. Die Ebene von Raan ist eine Sandbank rund fünf Kilometer von unserer Küste entfernt auf Höhe von Knokke-Heist.

*Als flaches Land am Meer und mit vielen Wasserläufen müssten wir mehr Raum entlang der Wasserläufe schaufeln, um das Wasser aufzufangen.

Dem Hochschullehrer Allaert zufolge könnten wir das technisch durchaus durchführen.

Crevits: "Flandern bereitet sich sehr wohl vor"

Die flämische Ministerin für öffentliche Arbeiten Hilde Crevits weist den Vorwurf, nichts zu unternehmen, zurück.

"Wir haben den Küstenplan, bei dem mit einer möglichen Steigung des Meeresspiegels um 80 Zentimeter gerechnet wird."

"Außerdem gibt es den Sigmaplan, mit dem wir Antwerpen und das gesamte Scheldebecken schützen wollen. Letztes Jahr haben wir für 30 Millionen Euro in die Verbreiterund und Sicherung unserer Strände investiert."