Tod von Oulematou war ein Arbeitsunfall

Der Tod der jungen Malierin Oulematou Niangadou war ein Arbeitsunfall. Das hat das Landesarbeitsgericht von Antwerpen in Berufung geurteilt. Das beudeutet, dass die Familie von Oulematou jetzt Anspruch auf eine Vergütung des Fonds für Arbeitsunfälle hat.

Oulematou wurde 2006 wegen ihrer Hautfarbe, also aus rassistischen Gründen von Hans Van Themsche erschossen. Sie ging mit dem Mädchen Luna spazieren als Van Themsche die Tat verübte. Auch die 2-jährige Luna wurde damals erschossen.

Van Themsche selbst hat kein Geld, um den Angehörigen des Kindermädchens eine Entschädigung zu bezahlen. Die Angehörigen hatten deshalb einen Antrag beim Fonds für Arbeitsunfälle gestellt.

In erster Instanz hatte das Arbeitslandesgericht geurteilt, dass Oulematou nicht wegen der Ausführung ihrer Arbeit gestorben ist. Sie sei wegen ihrer Hautfarbe und nicht weil sie Kindermädchen war, erschossen worden, hieß es. Die Familie hatte deshalb kein Recht auf Schadensersatz.Sie ist gegen das Urteil in Berufung gegangen. Das Urteil in Berufung lautet nun, dass es sich sehr wohl um ein Unglück am Arbeitsplatz gehandelt hat.