Apopo: Erfolgreiche Minenräumung in Mosambik

Die belgisch-tansanische Organisation Apopo hat sich darauf spezialisiert, Ratten zur Minensuche auszubilden. Damit konnte jetzt eine Provinz in Mosambik von allen Landminen aus dem Bürgerkrieg von vor 20 Jahren befreit werden. Die geräumte Provinz ist doppelt so groß wie Belgien.
Ratten sind erfolgreiche Minensucher

20 Jahre nach dem Bürgerkrieg sind einige Landesteile von Mosambik endlich frei von Landminen. Die Minenräumung erfolgte durch die regierungsunabhängige Organisation Apopo aus Belgien und Tansania. Dabei unterstützte die Universität von Antwerpen die Ausbildung von Ratten als Minensucher. Da Ratten über einen ausgezeichneten Geruchssinn verfügen, sind sie bei der Suche nach Sprengstoffen sehr erfolgreich.

Apopo fand in der Provinz Gaza in Mosambik 2.400 Landminen, rund 1.000 Bombenblindgänger und etwa 13.000 Stück Munition - Kugeln, Granaten usw. Bisher konnte sich in dieser Provinz, die etwa doppelt so groß ist, wie Belgien, niemand sicher fühlen. Jäger, Holz suchende Frauen, spielende Kinder und auch die Viehhirten mussten immer damit rechnen, dass eine Landmine auf ihrem Weg lag. Es gab Tote und unzählige Verletzte, denen Körperteile angerissen wurden.

Christophe Cox von Apopo sagte dazu gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass jetzt die Sicherheit wieder einkehren kann: "Doch die Arbeit in Mosambik ist noch nicht zu Ende. Noch etwa die Hälfte des Landes muss geräumt werden. Laut internationalen Anti-Minenverträgen soll das bis 2014 gewährleistet sein."

Die letzten entdeckten Landminen in der Provinz Gaza in Mosambik wurden in diesen Tagen im Rahmen einer kleinen Feuer zur Explosion gebracht. 20 Jahre nach dem Bürgerkrieg in Mosambik ist diese Region für die dort lebenden Menschen wieder sicher geworden.