Ein Reisezug verliert drei seiner Waggons

In voller Stoßzeit gegen 8 Uhr am Mittwochmorgen ist in einem Pendlerzug, der von Gent nach Brüssel fuhr, eine Kupplung gerissen, wodurch drei Waggons des Zuges losgerückt wurden. Sofort reagierten die automatischen Notbremsen. Niemand kam bei dem kuriosen Vorfall zu Schaden.

Der betroffene Zug, ein Pendlerzug der IR-Linie Kortrijk-Löwen, befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf der Hauptstrecke zwischen Gent und Brüssel auf Höhe der Gemeinde Sint-Lievens-Houtem, als zwischen zwei Waggons eine Kupplung angerissen wurde, wodurch sich die drei letzten Waggons lösten. Fahrgäste hatten vor der Bremsung des Zuges seltsame Geräusche unterhalb des Zuges vernommen.

Thomas Baeken, der Sprecher des Geschäftsbereichs Infrastruktur der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, Infrabel, sagte, dass sich der Vorfall völlig überraschend kam: "Es lagen keine Sicherheitsprobleme vor, die der Lokführer im Führerstand bemerkt haben könnte."

Der Lokführer hatte unmittelbar nach der automatischen Zwangsbremsung des Zuges die Verkehrsleitung informiert, damit alle anderen zu diesem Zeitpunkt auf der Strecke fahrenden Züge gewarnt werden konnten: "Diese Züge wurden angehalten oder umgeleitet und für die Reisenden lag kein einziges Sicherheitsproblem vor."

Die Schaffner des betroffenen Zuges hatten die Fahrgäste der losgerissenen Waggons in den anderen Teil des Zuges begleitet, sodass auch hier kein Sicherheitsproblem entstehen konnte. Gegen 10 Uhr konnte der Zug in Richtung Denderleeuw weiterfahren und danach wurden die rund 200 m weiter stehen gebliebenen Waggons ebenfalls abgezogen. Die anderen Züge hatten durch den Vorfall rund eine Viertelstunde Verspätung.