Ford: Abkommen über Produktionsbeginn

Die Gewerkschaften und die Direktion von Ford Europa haben sich auf den Entwurf eines Abkommens zur Wiederaufnahme der Produktion am schließungsbedrohten Standort in Genk geeinigt. Im ersten Quartal 2013 soll dort an 40 Tagen gearbeitet werden.

Gewerkschaften und Ford-Direktion haben sich während einer 24stündigen Marathonsitzung auf dieses Vorabkommen einigen können. In den ersten drei Monaten des kommenden Jahres sollen im Genker Ford-Werk an 40 Tagen Neuwagen vom Band rollen. Der Entwurf zu diesem Abkommen soll jetzt der Gewerkschaftsbasis vorgelegt werden.

Die Arbeitnehmer haben die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: Entweder montieren sie an diesen 40 Tagen jeweils 950 Autos pro Tag für eine Prämie von 125 % ihres Basisstundenlohns oder sie bauen 1.000 Autos für 140 % des Stundensatzes. Noch vor Weihnachten erhält die Belegschaft des 2014 zu schließenden Standorts ein Schreiben, auf das sie antworten müssen, ob sie für oder gegen das Vorabkommen sind.

Am 7. Januar werden die eingegangenen Formulare gezählt und dann entscheidet sich, wie es in Genk weitergeht. Die rund 7.000 bereits produzierten Neuwagen bleiben derweil weiter vom Ford-Personal blockiert und auch die von anderen europäischen Fabriken dringend benötigten Bauteile können das Werk noch nicht verlassen.