Staatsgarantien für BNP Paribas Fortis laufen aus

Die staatlichen Garantien, die die belgische Bundesregierung für die Bank BNP Paribas Fortis stellt, können vor Ablauf des vereinbarten Termine beendet werden, wie Bundesfinanzminister Steven Vanackere (CD&V) und das Management des Finanzinstituts vereinbarten.

Nach Ansicht des Finanzministers ist das Auslaufen der Garantien für BNP Paribas Fortis ein wichtiger Schritt in Richtung eines Risikoabbaus für die belgische Regierung. Im Zuge der Finanzkrise zwischen 2007 und 2008 hatte die Regierung beschlossen, mit Garantien für einige Finanzinstitute gerade zu stehen.

Im Mai 2009 hatte die damalige Regierung Van Rompuy beschlossen, für eine Summe von 21,5 Milliarden € bei der schwer gebeutelten Fortis Bank geradezustehen. Fortis wurde seiner Zeit von der französischen Bank BNP Paribas übernommen. Die Staatsgarantien sollten dafür sorgen, dass der Zusammenbruch einer Systembank die belgische Wirtschaft in Krisenzeiten nicht in den Abgrund reißen konnte.

Inzwischen sind die Risiken für BNP Paribas Fortis wesentlich kleiner geworden und zwischenzeitlich war die staatliche Garantiesumme bereits auf 1,5 Milliarden € verringert worden. Das vorzeitige Ende der Garantie ist denn auch ein logischer Schritt.

Die belgische Bundesregierung musste übrigens zu keiner Zeit einspringen und erhält von Seiten der BNP Paribas Fortis-Bank im Gegenzug eine Vergütung in Höhe von 48,8 Millionen € inklusive eine Prämie für das verfrühte Aussetzen der Garantie an sich.